Studentenwerk Dresden - Pressemitteilung vom 26. September 2025
Spatenstich für neues Studentenwohnheim in Dresden: 149 Wohnplätze entstehen
Dresden, 26. September 2025. Mit einem feierlichen Spatenstich hat das Studentenwerk Dresden heute den Startschuss für den Bau eines neuen Studentenwohnheims im Zentrum der Stadt gegeben. Auf dem Grundstück an der Fritz-Löffler-Straße, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof und den Dresdner Hochschulen HTW und TU Dresden entfernt, entstehen insgesamt 137 moderne Apartments mit 149 Wohnheimplätzen. Der Neubau wird ermöglicht durch eine Förderung von insgesamt 15,2 Millionen Euro aus dem Programm „Junges Wohnen“ - davon 11,7 Millionen Euro aus Bundesmitteln und 3,5 Millionen Euro aus Mitteln des Freistaates Sachsen. Das Studentenwerk Dresden steuert 4,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln bei. Die Gesamtbaukosten werden nach jetziger Planung 19,7 Millionen EURO betragen.
Am Spatenstich nahmen neben dem Geschäftsführer des Studentenwerks Dresden, Michael Rollberg, die Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, Prof. Dr. Heike Graßmann, die Präsidentin des Deutschen Studierendenwerks, Prof. Dr. Beate A. Schücking, Dr. Horn, Geschäftsführender Gesellschafter der S&P Sahlmann Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH Dresden, Norbert Wieczoreck, Projektleiter im Studentenwerk Dresden sowie Abgeordnete des Sächsischen Landtag und des Bundestages teil.
Moderne Architektur, nachhaltige Bauweise
Das Neubauprojekt setzt auf eine zeitgemäße Architektur und Nachhaltigkeit. Vier, in einem stumpfen Winkel aneinandergesetzte Gebäudeteile mit sechs bis sieben Geschossen bilden das Ensemble, das durch seine markante Fassadengestaltung auffällt: gefaltete Aluminium-Verbundplatten erzeugen einen lebendigen Eindruck von Licht und Schatten und gleichen einem gefalteten Stück Papier. Großzügige Fensterflächen sorgen für helle Apartments.
Neben einer energieeffizienten Fernwärmeversorgung kommen Photovoltaikanlagen zum Einsatz: Mit einer Leistung von rund 70 kWp wird so klimafreundlicher Strom zur Unterstützung der Warmwasserbereitung zur Verfügung stehen. Neben einer Gründachfläche werden auf dem Grundstück zudem 27 neue Bäume und 213 Fahrradstellplätze, darunter 15 für Lastenräder, geschaffen.
Raum für studentisches Leben
Von den 137 vollmöblierten Apartments sind 21 barrierefrei, eines rollstuhlgerecht. Ergänzt werden die Wohnungen durch Gemeinschaftsräume, eine große Küche sowie Wasch- und Servicebereiche. Ein neu gestalteter Freiraum zwischen dem Neubau und bestehenden Wohnheimen wird als halböffentlicher Begegnungsort gestaltet – mit Aufenthalts- und Kommunikationsflächen, Pflanzbeeten und Sitzlandschaften.
Bedeutung für Dresden
Mit dem Neubau trägt das Studentenwerk Dresden entscheidend dazu bei, dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen. Dank der zentralen Lage, der modernen Ausstattung und der nachhaltigen Bauweise bietet das Wohnheim künftig ein attraktives Zuhause für Studierende in Dresden. Die Fertigstellung ist für 2029 geplant.
Stimmen zum Spatenstich
- Michael Rollberg, Geschäftsführer des Studentenwerks Dresden: "Wir sind dem Bund und dem Freistaat Sachsen dankbar, dass mit dem Programm "Junges Wohnen" dieser Neubau ermöglicht wird. Mit fast 1.000 Absagen an Studierende auch in diesem Wintersemester ist diese Kapazitätserhöhung in Dresden ein wichtiges Zeichen in die Zukunft für die sozialen Rahmenbedingungen Studierender und für den Hochschulstandort. Bis 2029 werden wir hier erstmalig seit der Wiedervereinigung studentischen Lebensraum neu schaffen, der Studierenden aus der ganzen Welt ein zu Hause während des Studiums geben soll."
- Prof. Dr. Heike Graßmann, Staatssekretärin im SMWK: "Die Gelder sind knapp, auch die, mit denen das SMWK gestalten darf und damit auch bei den Studentenwerken. Allein den Bestand zu erhalten, ist überall herausfordernd. Daher ist es ein glücklicher Umstand, dass der Bund 2023 das Programm “Junges Wohnen” aufgelegt hat und mindestens bis in dieses Jahr weiterführt. Der Wille, dieses Programm zu verstetigen, ist da. Dafür wird sich auch der Freistaat Sachsen weiter einsetzen. Ein bezahlbares, attraktives Wohnumfeld ist wesentlicher Bestandteil für ein erfolgreiches Studium und damit auf lange Sicht auch für ein erfolgreiches Berufsleben."
- Prof. Dr. Beate A. Schücking, Präsidentin des Deutschen Studierendenwerks: „Hier entsteht ist ein Stück Bildungsinfrastruktur, die junge Menschen brauchen, um erfolgreich studieren zu können. Möglich wird dieses Bauvorhaben durch eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung […] Dafür möchte ich im Namen des Deutschen Studierendenwerks ausdrücklich danken: dem Bund – und ganz besonders aber auch dem Freistaat Sachsen. Es ist ein starkes Signal: Das Land steht ein für seine Studierenden und es unterstützt seine Studentenwerke vorbildlich. Bezahlbaren Wohnraum für Studierende schaffen und erhalten – genau das brauchen wir!“
- Dr. Sebastian Horn, Geschäftsführender Gesellschafter S&P Sahlmann Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH: „Nicht nur die Architekten, alle Fachplaner haben intensiv daran gearbeitet, Ideen, Bedürfnisse und Visionen in ein durchdachtes Konzept zu übersetzen. Dabei ging es nicht nur um Funktionalität, sondern auch darum, einen Ort zu schaffen, der Identität stiftet und lange Bestand haben wird. Denn hier entsteht mehr als nur ein Gebäude und auch mehr als nur ein Platz für Studierende. Hier entsteht der Beginn eines neuen Lebensabschnittes für viele junge Menschen und damit der Grundstein für den eigentlichen persönlichen Lebensweg und den Platz in der Gesellschaft.“
- Albrecht Pallas, 4. Vizepräsident des Sächsischen Landtags, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Volle Wohnheime und teure WG-Zimmer sind traurige Realität zum Ausbildungs- und Semesterstart. Mit dem Förderprogramm „Junges Wohnen“ ändern wir das und sorgen für bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen in Ausbildung und Studium. Mit dem Spatenstich für das neue Wohnheim des Studentenwerks Dresden an der Fritz-Löffler-Straße setzen wir das für Dresden um.“
- Ingo Flemming, Mitglied des Sächsischen Landtages, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Als ehemaliger Student der TU Dresden habe ich selbst fünf Jahre im Studentenwohnheim gelebt und weiß, wie wichtig bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist. Studentisches Wohnen entlastet den regulären Wohnungsmarkt und muss deshalb gezielt unterstützt werden. Ich freue mich sehr über den Baustart an der Fritz-Löffler-Straße. Das neue Gebäude ist eine wichtige Bereicherung und stärkt die Attraktivität des Hochschulstandortes Dresden. Die Förderung durch den Bund aus dem Programm Junges Wohnen ist ein gutes Signal, um die Kapazitäten weiter auszubauen und jungen Menschen eine solide Grundlage für ihr Studium zu geben.“
- Franziska Schubert, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag: „Damit Studieren nicht am fehlenden Dach über dem Kopf scheitert, brauchen wir mehr Wohnheimplätze. Gerade in Dresden ist bezahlbarer Wohnraum für Studierende knapp. Wenn wir hier investieren, stärken wir nicht nur die soziale Infrastruktur, sondern auch die Attraktivität und Chancengleichheit unseres Hochschulstandorts. Die Studierendenwerke leisten dafür die entscheidende Arbeit – und wir sorgen mit dafür, dass sie dafür auch die nötige Unterstützung bekommen.“
Weitere Informationen
Kontakt
Michael RollbergGeschäftsführer
Studentenwerk Dresden
Tel.: +49 351 4697-816
E-Mail: michael.rollberg@studentenwerk-dresden.de
Juliane Bumbel
Presse/Medienarbeit
Studentenwerk Dresden
Tel.: +49 351 4697-529
E-Mail: presse@studentenwerk-dresden.de
Über das Studentenwerk Dresden
Das Studentenwerk Dresden beschäftigt circa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreut circa 39.000 Studierende von sieben Hochschulen und einer Staatlichen Studienakademie in Dresden, Zittau und Görlitz. Das Leistungsspektrum umfasst die Studienfinanzierung, Verpflegung in Mensen und Cafeterien, Wohnheim-Bewirtschaftung, Kulturförderung und internationale Austausche. Darüber hinaus gibt es eine Sozial- und Rechtsberatung, Psychosoziale Beratungsstelle, zwei Kindertageseinrichtungen, eine Kinder-Kurzzeitbetreuung und Beratung für Studierende mit Kind.
Das Studentenwerk Dresden wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.